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„temporary sculptures“ bestätigen Untersuchungsergebnisse

Während der Ausstellung RIPENINGS im Oktober 2008 in Wiesbaden konnte das Wachstum von Bohnen, die mit unterschiedlichem Giesswasser begossen wurden, erstmals von der Öffentlichkeit beobachtet werden. Die Installation „temporary sculptures“, drei Podeste aus schwarzem MDF mit jeweils 100 Tontöpfen machte die Auswirkungen von mit Musik beschalltem Giesswasser auf das Wachstum von Bohnenkeimlingen deutlich. Die Pflanze wurde von 431art in dieser Arbeit als temporäre, durch Schwingungsübertragung geformte Skulptur aufgefasst.
Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Auswertungen der ersten Versuchsreihe im Palmengarten Frankfurt (Juni/Juli 2008) konnten dahingehend bestätigt werden, das eine Beschallung des Giesswassers mit Klassik deutlich mehr Keimungen hervorbrachte oder anders ausgedrückt: sobald das Giesswasser mit Hip Hop beschallt wurde, keimten deutlich weniger Pflanzen.
Keimungen Klassik: 72 von 100
Keimungen Hip Hop+Klassik: 63 von 100
Keimungen Hip Hop: 65 von 100

Das geheime Leben der Pflanzen

BBC

Das geheime Leben der Pflanzen. Diese mehrteilige BBC Dokumentation zeigt Pflanzen in atemberauben Aufnahmen. David Attenborough, der Pionier des Naturfilms, zeigt in seiner Reihe Pflanzen in nie gesehenen Bildern. Die neuesten Techniken enthüllen das verborgene Verhalten und den Rhythmus ihrer so gemächlich und ruhig erscheinenden Lebensweise. Mit Hilfe der modernsten Film-, Video- und Computertechnik zeigt die Reihe Pflanzen in völlig neuer Weise. Kameras schweben durch das Kronendach von Wäldern und erkunden die inneren Mechanismen zarter Blüten. Atemberaubend sind die einmaligen Zeitrafferaufnahmen, die das Geschehen von Tagen und Monaten zu wenigen Sekunden verdichten und so dem bloßen Auge unsichtbare, geheime Ereignisse deutlich machen.

Was ist Schwingung?

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwingung

Eine Schwingung (auch Oszillation) bezeichnet den Verlauf einer Zustandsänderung, wenn ein System auf Grund einer Störung aus dem Gleichgewicht gebracht und durch eine rücktreibende Kraft (Rückstellkraft) wieder in Richtung des Ausgangszustandes gezwungen wird. Grundsätzlich basiert das Schwingen eines Systems auf der Energieumwandlung zwischen zwei Energieformen.

Eine Zustandsänderung kann periodisch verlaufen; dabei durchläuft das System wiederholt nach einem festen Zeitintervall den Ausgangszustand. Man kann es auch noch allgemeiner formulieren: Eine Schwingung ist eine Funktion, die eine physikalische Zustandsgröße in Abhängigkeit von der Zeit definiert.

Untersuchungsdesign

RIPENINGS

Untersuchungsdesign und Auswertungsverfahren
In drei eigens konstruierten Beschallungsboxen wurde Quellwasser in Gläsern mit unterschiedlichen Klängen über mindestens vier Stunden beschallt. Diese unterschiedlichen Wasser plus ein unbeschalltes Referenzwasser wurden als Gießwasser von Samen und den 
daraus entstehenden Pflanzen eingesetzt. Untersucht wurde, inwieweit das durch Klang 
informierte Wasser das Wachstum von Pflanzen beeinflusst.
Abhängige Variablen:

1. Keimverhalten

A: Zeitpunkt, B: Anzahl der Keimungen

2. Längenwachstum

3. Wuchsverhalten

Pflanzensamen: Buschbohnen Sorte Marona 
Aussaat 16.Juli 2008, Ü-Halle Palmengarten FFM

Untersuchungsdesign:
Einfaktorielles Design mit vier Messwiederholungen
108 Samen: neutrales Gießwasser

108 Samen: Gießwasser mit Klassik beschallt

108 Samen: Gießwasser mit HipHop beschallt

108 Samen: Gießwasser mit einer Mischung aus
 Klassik und HipHop beschallt

Plaziert in Blockanlage für Varianzanalyse 
(Berücksichtigung möglicher Umwelteinflüsse)
Versuchsdurchführung: doppelter Blindversuch
Statistische Auswerungsverfahren:
1. Chi-Quadrat-Test

2. Testverfahren für Post-Hoc-Mehrfachvergleiche: 
LSD (Der paarweise multiple Vergleichstest auf 
    geringste signifikanze Differenz – LSD – ist 
 äquivalent zu multiplen individuellen T-Tests 
zwischen allen Gruppenpaaren.
Partner:
1. Palmengarten Frankfurt

2. Wissenschaftliche Beratung: Dr. agr. Karin Aabbar, Co-Berater: Otto Unger

3. Statistische wissenschaftliche Auswertung: 
Prof. Dr. Stephan Bongard, Institut für Psychologie,
  Goethe Universität

4. Gießen der Pflanzen: Gabi Wittner

5. Messungen der Pflanzen und Übertragung der
  Messdaten in Exeldateien: Christiaan Tonnis

Beschallung des Giesswassers beeinflusst Pflanzenwachstum

Theorie

Wasser-Moleküle bilden sogenannte Cluster. Die Theorie ist vereinfacht gesagt, das sich je nach Art der Beschallung diese Cluster unterschiedlich ausbilden. Untersucht wurde, inwieweit sich dies auf das Wachstum von Pflanzen auswirkt.

Forschungsergebnisse:

Entgegen der der Ergebnisse von Vorversuchen im kleinen Rahmen (je 20 Samen pro Beschallung), konnten keine Unterschiede im Höhenwachstum oder in der Größe der Blattform festgestellt werden.
Einen wissenschaftlich signifikanten Unterschied gibt es in der Anzahl der gekeimten Pflanzen in Zusammenhang mit der Beschallung des Gießwassers.
Wird das Gießwasser mit HipHop beschallt, keimen deutlich weniger Pflanzen. Die Anzahl der Keimungen bei Klassikbeschallung lag in etwa gleich mit der des unbeschallten Referenzwassers.
Die Beschallung Klassik und HipHop gemischt entsprach in der Anzahl der Keimungen in etwa der von HipHop.

Die Interaktion zwischen Wachstumsverhalten und Beschallung konnte nur mit 93%tiger Wahrscheinlichkeit
nachgewiesen werden, hat insofern keine wissenschaftliche relevante Bedeutung.

Die Versuche müßten nun wiederholt werden, um die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse eindeutig zu belegen.