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Während der Ausstellung RIPENINGS im Oktober 2008 in Wiesbaden konnte das Wachstum von Bohnen, die mit unterschiedlichem Giesswasser begossen wurden, erstmals von der Öffentlichkeit beobachtet werden. Die Installation “temporary sculptures”, drei Podeste aus schwarzem MDF mit jeweils 100 Tontöpfen machte die Auswirkungen von mit Musik beschalltem Giesswasser auf das Wachstum von Bohnenkeimlingen deutlich. Die Pflanze wurde von 431art in dieser Arbeit als temporäre, durch Schwingungsübertragung geformte Skulptur aufgefasst.
Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Auswertungen der ersten Versuchsreihe im Palmengarten Frankfurt (Juni/Juli 2008) konnten dahingehend bestätigt werden, das eine Beschallung des Giesswassers mit Klassik deutlich mehr Keimungen hervorbrachte oder anders ausgedrückt: sobald das Giesswasser mit Hip Hop beschallt wurde, keimten deutlich weniger Pflanzen.
Keimungen Klassik: 72 von 100
Keimungen Hip Hop+Klassik: 63 von 100
Keimungen Hip Hop: 65 von 100

431art arbeitet in Ripenings auf der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst. Die Exponate der Ausstellung sind nicht eindeutig der Kategorie Kunst oder Wissenschaft zuzuweisen, sondern so konzipiert, das dies für den Besucher unentscheidbar bleibt. Waren frühere Arbeiten von 431art als Versuchsaufbau angelegt - z.B. Lemna Minor - so hat in Ripenings ein methodisch sauber angelegter Versuch tatsächlich stattgefunden. Im Vorfeld der Ausstellung. Diese Tatsache macht es für den Besucher/Betrachter umso schwerer, die Exponate im Bellevue Saal als künstlerische Exponate zu begreifen. Die Installation ist nicht der visuelle Beleg der Untersuchungsergebnisse. Das eben diese Frage oder dieses Mißverständnis teilweise auftaucht, ist gewollt. Es gibt auf der Welt Phänomene, die sich dem rationalen Forscherblick entziehen. Dies in Szene zu setzen, ist Anliegen der Ausstellung.

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