ripenings


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Während der Ausstellung RIPENINGS im Oktober 2008 in Wiesbaden konnte das Wachstum von Bohnen, die mit unterschiedlichem Giesswasser begossen wurden, erstmals von der Öffentlichkeit beobachtet werden. Die Installation “temporary sculptures”, drei Podeste aus schwarzem MDF mit jeweils 100 Tontöpfen machte die Auswirkungen von mit Musik beschalltem Giesswasser auf das Wachstum von Bohnenkeimlingen deutlich. Die Pflanze wurde von 431art in dieser Arbeit als temporäre, durch Schwingungsübertragung geformte Skulptur aufgefasst.
Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Auswertungen der ersten Versuchsreihe im Palmengarten Frankfurt (Juni/Juli 2008) konnten dahingehend bestätigt werden, das eine Beschallung des Giesswassers mit Klassik deutlich mehr Keimungen hervorbrachte oder anders ausgedrückt: sobald das Giesswasser mit Hip Hop beschallt wurde, keimten deutlich weniger Pflanzen.
Keimungen Klassik: 72 von 100
Keimungen Hip Hop+Klassik: 63 von 100
Keimungen Hip Hop: 65 von 100

merry xmas

Dezember 24th, 2008

xmas

431art arbeitet in Ripenings auf der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst. Die Exponate der Ausstellung sind nicht eindeutig der Kategorie Kunst oder Wissenschaft zuzuweisen, sondern so konzipiert, das dies für den Besucher unentscheidbar bleibt. Waren frühere Arbeiten von 431art als Versuchsaufbau angelegt - z.B. Lemna Minor - so hat in Ripenings ein methodisch sauber angelegter Versuch tatsächlich stattgefunden. Im Vorfeld der Ausstellung. Diese Tatsache macht es für den Besucher/Betrachter umso schwerer, die Exponate im Bellevue Saal als künstlerische Exponate zu begreifen. Die Installation ist nicht der visuelle Beleg der Untersuchungsergebnisse. Das eben diese Frage oder dieses Mißverständnis teilweise auftaucht, ist gewollt. Es gibt auf der Welt Phänomene, die sich dem rationalen Forscherblick entziehen. Dies in Szene zu setzen, ist Anliegen der Ausstellung.

Interview Wiesbadener Kurier

Oktober 11th, 2008

hier gehts zum Interview und zum Video…

Interview

9. Oktober - 2. November 2008, Bellevue Saal Wiesbaden, Wilhelmstr. 32

Einführung: Dr. Stefan Soltek, Klingspor Museum Offenbach

Öffnungszeiten: Di-Fr von 16.00 - 19.00 Uhr, Sa und So 14.00 - 18.00 Uhr

“Als Wanderer zwischen verschiedenen Kunstgattungen verwischt 431art die Grenze zwischen gewohnten ästhetischen Rezeptionsformen. Ihr überbordendes Spiel mit verschiedenen Werkkategorien läßt den Betrachter das Befremdliche, nicht Klassifizierbare und Rätselhafte alltäglicher Phänomene als Kunst neu und grundsätzlich anders erfahren. In den einzelnen Ausstellungen erhält die Konfrontation von Grafischem, Fotografischem, Filmischem und Sonografischem ihre besondere Kraft beispielsweise durch das verwirrende Oszillieren zwischen verschiedenen Darstellungsmodi. Grafiken fungieren variabel als eigenständige Einzelwerke, als Skizzen der konzeptuellen Vorarbeit oder als erläuternde Hinweistafeln. Dadurch eröffnet sich für den Ausstellungsbesucher ein lebendiger Dialog mit den einzelnen installativen Elementen.
Wenn Grosch und Rausch ihre künstlerischen Erkundungen ohnehin als Versuchsanordnungen begreifen, lassen sie dieses Konzept in Ripenings explizit als Experiment zwischen dem Wissenschaftlichen und dem Nichtwissenschaftlichen – oder anders gesagt: zwischen Wissenschaft und Kunst – Gestalt annehmen. Sie untersuchen dabei die Auswirkungen von musikalischen Schwingungen auf das Wachstum von Bohnenkeimlingen. Ein solches Fachkreise zwangsläufig skeptisch stimmendes Projekt versteht sich als Herausforderung an das logisch-rational geprägte Denken und problematisiert das damit verbundene positivistische Weltverstehen. An der Demarkationslinie zwischen Naturwissenschaft und Kunst wird dabei das Potential des physisch Flüchtigen und Nichtstofflichen, der Resonanz, der Welle beleuchtet und der Betrachter für eine wissenschaftlich-künstlerische Anschauung des vorderhand Nicht-Wahrnehmbaren sensibilisiert. Insofern sind die Ergebnisse dieses Versuchs nicht nur eine naturwissenschaftliche, sondern auch im doppelten Wortsinne eine künstlerische Sensation.” Auszug aus dem Katalogtext von Martin Doll
Environment von Haike Rausch und Torsten Grosch bestehend aus Video, Fotografie, Zeichnung, multimedialer Installation. www.431art.org

audio by 431art Haike Rausch / Torsten Grosch

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