Untersuchungsdesign

RIPENINGS

Untersuchungsdesign und Auswertungsverfahren
In drei eigens konstruierten Beschallungsboxen wurde Quellwasser in Gläsern mit unterschiedlichen Klängen über mindestens vier Stunden beschallt. Diese unterschiedlichen Wasser plus ein unbeschalltes Referenzwasser wurden als Gießwasser von Samen und den 
daraus entstehenden Pflanzen eingesetzt. Untersucht wurde, inwieweit das durch Klang 
informierte Wasser das Wachstum von Pflanzen beeinflusst.
Abhängige Variablen:

1. Keimverhalten

A: Zeitpunkt, B: Anzahl der Keimungen

2. Längenwachstum

3. Wuchsverhalten

Pflanzensamen: Buschbohnen Sorte Marona 
Aussaat 16.Juli 2008, Ü-Halle Palmengarten FFM

Untersuchungsdesign:
Einfaktorielles Design mit vier Messwiederholungen
108 Samen: neutrales Gießwasser

108 Samen: Gießwasser mit Klassik beschallt

108 Samen: Gießwasser mit HipHop beschallt

108 Samen: Gießwasser mit einer Mischung aus
 Klassik und HipHop beschallt

Plaziert in Blockanlage für Varianzanalyse 
(Berücksichtigung möglicher Umwelteinflüsse)
Versuchsdurchführung: doppelter Blindversuch
Statistische Auswerungsverfahren:
1. Chi-Quadrat-Test

2. Testverfahren für Post-Hoc-Mehrfachvergleiche: 
LSD (Der paarweise multiple Vergleichstest auf 
    geringste signifikanze Differenz – LSD – ist 
 äquivalent zu multiplen individuellen T-Tests 
zwischen allen Gruppenpaaren.
Partner:
1. Palmengarten Frankfurt

2. Wissenschaftliche Beratung: Dr. agr. Karin Aabbar, Co-Berater: Otto Unger

3. Statistische wissenschaftliche Auswertung: 
Prof. Dr. Stephan Bongard, Institut für Psychologie,
  Goethe Universität

4. Gießen der Pflanzen: Gabi Wittner

5. Messungen der Pflanzen und Übertragung der
  Messdaten in Exeldateien: Christiaan Tonnis

Ein Gedanke zu „Untersuchungsdesign“

  1. ERINNERUNG

    Ich erinnere mich an die Wärme im Gewächshaus, den heftigen Sommerregen, der mehrmals in der Woche beunruhigend laut und dramatisch aufs Dach prasselte, an Haike, die meist vor mir da war, um die Pflanzen zu fotografieren, pünktlich und konsequent, ganz ihrer wissenschaftlich / künstlerischen Vision hingegeben. Wir haben nicht viel geredet, denn sie hatte 400 Pflanzen zu fotografieren und ich zu messen. Tatsächlich habe ich zu JEDER Pflanze eine Beziehung aufgebaut, ganz automatisch. Morgens habe ich schon von weitem beim Betreten des Gewächshauses meine neuen Freunde begrüßt und sofort gesehen, dass sie wirklich über Nacht gewachsen sind, jedes Mal eine Überraschung.
    Ich habe nicht gewusst, was sich hinter den Klassifikationen A, B, C und D verbirgt, es war ein Blindtest und Beeinflussung somit ausgeschlossen: Also nicht, dass ich etwa die Hip Hop Pflanzen schlampig und die klassischen Pflanzen liebevoll gemessen hätte; so waren alle gleich.

    In Erinnerung geblieben ist mir auch mein Fußweg vom Eingang des Palmengartens zum Gewächshaus, an den immer gleichen Graugänsen vorbei, die schon früh morgens quer über die Sandwege verteilt saßen, wohl weil das Gras zu feucht war. Durch die Regelmässigkeit meines immergleichen Weges zu der immergleichen Uhrzeit und der folgerichtigen Begegnung mit den Graugänsen (und einer Schildkröte) habe ich auch zu ihnen eine Beziehung aufgebaut. Graugänse und Pflanzen wurden mir immer vertrauter mit dem Ergebnis, dass ich sie wohl niemals vergessen werde.

    Die Präsentation dieses riesigen Aufwands in Wiesbaden war ausserordentlich schön. Es schienen ein Goldener Schnitt und ein japanisches Geheimnis hinter den Anordnungen zu liegen. Haike und Torsten haben auch den Gedanken an Goethe illuminiert, ganz unaufdringlich und zart. Die Ausstellung konnte dank des großzügig geschnittenen Raumes ihre ganze Strahlkraft entfalten … wunderbar.

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