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	<title>Kommentare zu ripenings</title>
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	<description>interdisciplinary weblog by 431art</description>
	<pubDate>Thu, 23 May 2013 05:23:10 +0000</pubDate>
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		<title>Kommentare von Christiaan Tonnis zu Untersuchungsdesign</title>
		<link>http://ripenings.org/?p=12#comment-3</link>
		<dc:creator>Christiaan Tonnis</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2008 08:52:11 +0000</pubDate>
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		<description>ERINNERUNG

Ich erinnere mich an die Wärme im Gewächshaus, den heftigen Sommerregen, der mehrmals in der Woche beunruhigend laut und dramatisch aufs Dach prasselte, an Haike, die meist vor mir da war, um die Pflanzen zu fotografieren, pünktlich und konsequent, ganz ihrer wissenschaftlich / künstlerischen Vision hingegeben. Wir haben nicht viel geredet, denn sie hatte 400 Pflanzen zu fotografieren und ich zu messen. Tatsächlich habe ich zu JEDER Pflanze eine Beziehung aufgebaut, ganz automatisch. Morgens habe ich schon von weitem beim Betreten des Gewächshauses meine neuen Freunde begrüßt und sofort gesehen, dass sie wirklich über Nacht gewachsen sind, jedes Mal eine Überraschung. 
Ich habe nicht gewusst, was sich hinter den Klassifikationen A, B, C und D verbirgt, es war ein Blindtest und Beeinflussung somit ausgeschlossen: Also nicht, dass ich etwa die Hip Hop Pflanzen schlampig und die klassischen Pflanzen liebevoll gemessen hätte; so waren alle gleich.

In Erinnerung geblieben ist mir auch mein Fußweg vom Eingang des Palmengartens zum Gewächshaus, an den immer gleichen Graugänsen vorbei, die schon früh morgens quer über die Sandwege verteilt saßen, wohl weil das Gras zu feucht war. Durch die Regelmässigkeit meines immergleichen Weges zu der immergleichen Uhrzeit und der folgerichtigen Begegnung mit den Graugänsen (und einer Schildkröte) habe ich auch zu ihnen eine Beziehung aufgebaut. Graugänse und Pflanzen wurden mir immer vertrauter mit dem Ergebnis, dass ich sie wohl niemals vergessen werde.  

Die Präsentation dieses riesigen Aufwands in Wiesbaden war ausserordentlich schön. Es schienen ein Goldener Schnitt und ein japanisches Geheimnis hinter den Anordnungen zu liegen. Haike und Torsten haben auch den Gedanken an Goethe illuminiert, ganz unaufdringlich und zart. Die Ausstellung konnte dank des großzügig geschnittenen Raumes ihre ganze Strahlkraft entfalten ... wunderbar.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ERINNERUNG</p>
<p>Ich erinnere mich an die Wärme im Gewächshaus, den heftigen Sommerregen, der mehrmals in der Woche beunruhigend laut und dramatisch aufs Dach prasselte, an Haike, die meist vor mir da war, um die Pflanzen zu fotografieren, pünktlich und konsequent, ganz ihrer wissenschaftlich / künstlerischen Vision hingegeben. Wir haben nicht viel geredet, denn sie hatte 400 Pflanzen zu fotografieren und ich zu messen. Tatsächlich habe ich zu JEDER Pflanze eine Beziehung aufgebaut, ganz automatisch. Morgens habe ich schon von weitem beim Betreten des Gewächshauses meine neuen Freunde begrüßt und sofort gesehen, dass sie wirklich über Nacht gewachsen sind, jedes Mal eine Überraschung.<br />
Ich habe nicht gewusst, was sich hinter den Klassifikationen A, B, C und D verbirgt, es war ein Blindtest und Beeinflussung somit ausgeschlossen: Also nicht, dass ich etwa die Hip Hop Pflanzen schlampig und die klassischen Pflanzen liebevoll gemessen hätte; so waren alle gleich.</p>
<p>In Erinnerung geblieben ist mir auch mein Fußweg vom Eingang des Palmengartens zum Gewächshaus, an den immer gleichen Graugänsen vorbei, die schon früh morgens quer über die Sandwege verteilt saßen, wohl weil das Gras zu feucht war. Durch die Regelmässigkeit meines immergleichen Weges zu der immergleichen Uhrzeit und der folgerichtigen Begegnung mit den Graugänsen (und einer Schildkröte) habe ich auch zu ihnen eine Beziehung aufgebaut. Graugänse und Pflanzen wurden mir immer vertrauter mit dem Ergebnis, dass ich sie wohl niemals vergessen werde.  </p>
<p>Die Präsentation dieses riesigen Aufwands in Wiesbaden war ausserordentlich schön. Es schienen ein Goldener Schnitt und ein japanisches Geheimnis hinter den Anordnungen zu liegen. Haike und Torsten haben auch den Gedanken an Goethe illuminiert, ganz unaufdringlich und zart. Die Ausstellung konnte dank des großzügig geschnittenen Raumes ihre ganze Strahlkraft entfalten &#8230; wunderbar.</p>
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